Anu

Anu ['anu], auch Ana, Anna, Anann, Anand oder Anind, ist eine Figur der keltischen Mythologie Irlands und auch eine vorchristliche irische Göttin.

 

Anu wird im Glossar Sanas Cormaic („Cormacs Flüstern“) als „Mutter der irischen Götter“ (mater deorum Hibernensium) bezeichnet. Nach dem etymologischen Verzeichnis Cóir Anmann („Das Richtige von den Namen“) ist sie eine Fruchtbarkeitsgöttin (bandía in tṡónusa). Sie gilt im Lebor Gabala Eirenn („Das Buch der Landnahmen Irlands“) als identisch mit der Morrigan und als Tochter der Ernmas und des Aed. Nach den Trioedd Ynys Prydein („Die Triaden der Insel Britannien“) ist sie die Gattin des Beli Mawr und Mutter des Afallach.

 

Irland wird in der Dichtung häufig auch als „Land der Anann“ (íath nAnann) bezeichnet. Nach ihr benannt ist das Hügelpaar Dá chích nAnann, auch Dá chích Annaine, („Paps of Ana“, „Brüste der Ana“) bei Cloonken, ungefähr 11 km südöstlich von Killarney im County Kerry (Munster). Zu Ehren der Göttin werden nahe ihren Hügeln Mittsommer-Feuer entzündet.

 

Eine Variante des Namens, möglicherweise aber auch eine eigenständige Göttin, ist Danu oder Danann. Ob mit der kymrischen Black Annis Gemeinsames besteht, ist nicht restlos geklärt. Zu diesen Göttinnen und Sagenfiguren gehört möglicherweise auch die schottische „Gentle Annie“. Eventuell gehen alle diese Namen auf eine inschriftlich überlieferte keltische Göttin namens Annea zurück.

 

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